Aussöhnungs- und Freundschaftsverträge mit Staaten des Warschauer Pakts

Am 9. November 1990, dem ersten Jahrestag der Maueröffnung, vereinbarten Präsident Gorbatschow und Bundeskanzler Kohl in Bonn den "Generalvertrag" über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit. Er beendete eine "Epoche der Konfrontation" (Gorbatschow).

Weitere Vertragspartner

Der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag vom 17. Juni 1991 ist ein entscheidender Schritt zur Aussöhnung zwischen beiden Völkern. Das vereinigte Europa endet nicht an Oder und Neiße. Bereits beim Ende des Ost-West-Gegensatzes war die gesamteuropäische Verantwortung der EG besonders deutlich geworden. Symbolhafte Bedeutung gewann es, dass sich der deutsche Bundeskanzler im Augenblick der Berliner Maueröffnung 1989 zum Staatsbesuch in Polen aufhielt.

Ähnliche Verträgekamen am 27. Februar 1992 mit der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik (CSFR) und am 21. April 1992 mit Rumänien zustande.

Truppenabzug

Am 31. August 1994 wurden in Berlin in Anwesenheit des Bundeskanzlers die letzten Einheiten der russischen Streitkräfte, wenige Tage später auch die der Westalliierten in feierlichen Zeremonien von deutschem Boden verabschiedet.