20. Dezember 1995: Ansprache anlässlich der Meisterfeier der Handwerkskammer Kassel


Sehr geehrter Herr Präsident Schölch,
Herr Vizepräsident Repp,
Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren Abgeordnete,
verehrte Gäste
und vor allem: liebe Jungmeisterinnen und Jungmeister,

das erste Wort gilt den Jungmeisterinnen und Jungmeistern. Zur bestandenen Meisterprüfung gratuliere ich Ihnen von ganzem Herzen. Sie können mit Recht darauf stolz sein, ein wichtiges Ziel in Ihrem Leben mit Fleiß, Ausdauer und unermüdlicher Arbeit erreicht zu haben. Der heutige Tag ist ebenso Anlass dafür, denjenigen zu danken, die Sie auf Ihrem Weg unterstützt und ermutigt haben: Ihren Eltern, Ihrer Familie, Ihren Freunden und Freundinnen.

Ein Wort des Dankes auch an die Meister und Ausbilder. Sie haben ihnen erstklassiges fachliches Wissen und handwerkliches Können vermittelt. Und Sie haben - dies ist ebenso wichtig - eine positive Einstellung zu Leistung und Beruf sowie Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl an sie weitergegeben. Dank und Respekt gebührt auch den Handwerkskammern und den Fachinnungen für ihre bewährte Arbeit.

Liebe Jungmeisterinnen und Jungmeister, der Meisterbrief ist ein Qualitätssiegel für ausgezeichnete Ausbildung. Er ist für Ihren weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg eine hervorragende Voraussetzung und bietet Ihnen vor allem die ideale Grundlage, um den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. Ich appelliere an Sie: Haben Sie Mut! Nutzen Sie die Chance, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Ergreifen Sie die Gelegenheit, Ihre persönliche Zukunft selbst zu gestalten und eigene Ideen zu verwirklichen. Neugegründete Unternehmen übernehmen eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Sie schaffen neue Arbeitsplätze und bilden den Nachwuchs aus. Sie sorgen zudem für die notwendige Bewegung und Innovation in unserer Wirtschaft.

Das Handwerk ist und bleibt ein Eckpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft. In ganz Deutschland arbeiten in über 660.000 Handwerksbetrieben über fünf Millionen Beschäftigte und fast 600.000 Lehrlinge. Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen sind der Motor für Wachstum und Arbeitsplätze in Deutschland. Sie haben zwischen 1978 und 1991 2,5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen - in Großunternehmen im gleichen Zeitraum dagegen nur 600.000. Daran sollten wir uns erinnern, wenn wir über neue Beschäftigungsmöglichkeiten der Zukunft sprechen. Zusätzliche Arbeitsplätze werden nicht im öffentlichen Dienst, also beim Bund, Ländern und Gemeinden, geschaffen. Wir wollen den „schlanken Staat" mit weniger Bürokratie und Verwaltung. Dies bedeutet zwangsläufig den Abbau von Personal. Auch in Großunternehmen - mit Ausnahme etwa der zukunftsträchtigen Bereiche der Telekommunikation - ist auf absehbare Zeit kein durchgreifender Beschäftigungszuwachs zu erwarten. Hier werden derzeit weitere Rationalisierungsanstrengungen unternommen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Somit wird klar: Der Schlüssel für neue Arbeitsplätze in Deutschland liegt im Aufbau neuer Betriebe im selbständigen Mittelstand. Entscheidend ist deshalb eine breite Gründerwelle mit Unternehmen, die sich etwas zutrauen, Ideen haben- und Arbeitsplätze schaffen. Wir brauchen eine neue Kultur der Selbständigkeit in Deutschland. Dies ist eine Schicksalsfrage für unser Land an der Schwelle zum 21. Jahrhundert.

In den nächsten zehn Jahren steht in Deutschland eine große Übergabewelle von mittelständischen Unternehmen an. Bis zu 700.000 Mittelständler, darunter etwa 200.000 Handwerker, suchen einen Nachfolger für ihren Betrieb. Eine Umfrage der Handwerkskammer für München und Oberbayern hat alarmierende Ergebnisse zutage gefördert. Danach hat dort jeder zweite Handwerksbetrieb keinen Nachfolger aus der Familie. Entweder ist kein Nachwuchs vorhanden oder aber die Kinder haben kein Interesse, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Sie scheuen die hohe Arbeitsbelastung eines selbständigen Handwerksmeisters oder das gegenüber angestellten Arbeitnehmern höhere Risiko und die geringere soziale Sicherheit.

Die mangelnde Bereitschaft zur Selbständigkeit ist eine Schwachstelle des Standorts Deutschland. Hier müssen wir ansetzen und handeln. Dabei sind alle Verantwortlichen in der Gesellschaft gemeinsam gefordert. Existenzgründer müssen zum Beispiel bessere Möglichkeiten der Anschubfinanzierung und einen verbesserten Zugang zu Risikokapital haben. Ich wünsche mir hier etwas mehr Wagemut der Banken - ähnlich wie in den fünfziger Jahren. Die fehlende Bereitschaft zu unternehmerischer Selbständigkeit in Deutschland ist für mich aber nicht in erster Linie eine Frage der materiellen Voraussetzungen. Sie spiegelt vielmehr auch Versäumnisse unserer Erziehung und unseres Bildungssystems wider. Junge Menschen werden zu sehr zum Sicherheitsdenken und zu wenig zu unternehmerischem Wagemut erzogen. Die Tatsache, dass gut 40 Prozent der berufstätigen Hochschulabsolventen im öffentlichen Dienst arbeiten, ist ein sehr bedenkliches Signal.

Dies ist ein konkretes Beispiel, wo wir grundlegend umdenken müssen. Selbständige müssen als Arbeit-Geber wieder einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert erhalten. Sie zählen zu den Leistungseliten - und ich meine dabei nicht Eliten durch Geburt, sondern Eliten durch Leistung - ebenso wie viele Millionen Bürgerinnen und Bürger, die sich im Alltag über das gewöhnliche Maß hinaus engagieren. Es gibt viele großartige Beispiele für vorbildlichen Einsatz, zum Beispiel in der Kommunalpolitik, in Betriebsräten, in der Jugendarbeit, in Vereinen und Kirchen sowie natürlich - ich sagte es bereits -auch in den Handwerkskammern. Wir brauchen überall solche Vorbilder. Ohne sie gibt es keine gute Zukunft für unser Land!

Eine besonders törichte Einstellung besagt, dass die Demokratie keine Eliten vertrage. Das genaue Gegenteil ist richtig: Die freiheitliche Demokratie braucht mehr als jede andere Staatsform Leistungseliten, das heißt Frauen und Männer, die aus eigener Überzeugung mehr leisten als das unbedingt Notwendige. So hat auch jene Generation gedacht und gehandelt, die unser Land nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut hat. Mutige Frauen und Männer haben damals - hier in Kassel, wie überall in unserem Land - entschlossen angepackt und ihr Schicksal in die eigene Hand genommen. Die Leistungen dieser Generation sind auch für die Gegenwart in vieler Hinsicht vorbildlich.

Wir beobachten heute die bedenkliche Entwicklung, dass immer weniger Menschen bereit sind, in Wirtschaft, Politik und öffentlicher Verwaltung persönliche Verantwortung zu übernehmen. Wir erleben immer mehr den Typ des Moderators, der in gepflegter Runde auf scheinbar hohem Niveau diskutiert, aber sich letztlich vor Verantwortung und Entscheidungen drückt. Für eine gute Zukunft unserer Gesellschaft müssen wir wieder mehr Achtung vor Menschen haben, die sich etwas zutrauen und Mut zur Zukunft beweisen.

Von entscheidender Bedeutung für unsere Zukunft ist auch, dass wir das Niveau der beruflichen Ausbildung in Deutschland sichern. Das duale System der Berufsausbildung ist ein Aktivposten unseres Standorts, ich werde mich persönlich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass wir unser System der Berufsausbildung in das gemeinsame Europa einbringen. Eine solide Berufsausbildung der Jugend ist die beste Absicherung gegen Erwerbslosigkeit. Deutschland hat nach Luxemburg die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit aller Mitgliedsstaaten der EU. Margaret Thatcher hat schlicht und einfach festgestellt: Das beste Ausbildungssystem in der Welt haben die Deutschen. Wenn sie das sagt, dann dürfen wir es glauben.

Wichtig ist, dass wir ein ausreichendes Angebot an Ausbildungsplätzen sichern. In diesem Jahr ist es erneut gelungen, allen Jugendlichen, die dies wollen und können, eine Lehrstelle anzubieten. Wir haben dies ohne eine Ausbildungsabgabe der Unternehmen oder ähnlichen staatlichen Strafmaßnahmen erreicht. Unser gemeinsames Ziel muss in Zukunft bleiben, dass wir eine ausreichende Zahl von Lehrstellen in ganz Deutschland ohne öffentliche Hilfe sicherstellen können.

Ich möchte an dieser Stelle schon jetzt für Ihren Einsatz in den nächsten Jahren werben. Bis zum Jahr 2006 wird die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden noch ansteigen. Ich füge ein weiteres hinzu: Wir können von jungen Menschen nicht einerseits die Pflichterfüllung gegenüber der Gesellschaft einfordern, bei jungen Männern zum Beispiel die Pflicht zum Wehrdienst - und ihnen andererseits den Eintritt in die Berufswelt durch fehlende Lehrstellen versperren. Hier steht die Gesellschaft gegenüber der Jugend in der Verantwortung. Ein ausreichendes Angebot an Lehrstellen stärkt das Vertrauen der jungen Menschen in unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Ich bitte Sie herzlich, daran zu denken und danach zu handeln.

Berufliche Bildung und Ausbildung sind ein zentrales Thema bei der Sicherung des Standorts Deutschland. Die Bundesregierung strebt die Gleichgewichtigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung an. [...] Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Regelung der staatlichen Ausbildungsförderung für angehende Handwerks- und Industriemeister möglichst bald Wirklichkeit wird.

Heute ist ein historisches Datum für Deutschland: Vor fünf Jahren hat sich der erste gesamtdeutsche Bundestag konstituiert. Wir haben in den vergangenen fünf Jahren bei der Vollendung der inneren Einheit Deutschlands eine großartige Wegstrecke zurückgelegt. Die große Bedeutung von Handwerk und Mittelstand für unsere Wirtschaft zeigt sieh auch in der tragenden Rolle beim Aufbau Ost. Handwerker und Mittelständler haben nach der Wende mit als erste neue Betriebe gegründet, investiert und Arbeitsplätze geschaffen. In den neuen Bundesländern gibt es heute allein rund 330.000 Handwerksbetriebe mit rund 1,2 Millionen Beschäftigten. Mein Dank gilt auch der Handwerkskammer Kassel, die von der ersten Stunde an die Handwerkskammer Erfurt beim Neuaufbau unterstützt hat. Hier war gelebte Solidarität ganz selbstverständlich.

Sie in Kassel an der Nahtstelle der Deutschen Einheit wissen besser als andere, was die Wiedervereinigung für Deutschland bedeutet. Kassel liegt heute wieder im Zentrum Deutschlands. Aus diesem Grund ist eine gute Verkehrsanbindung [...] von besonderer Bedeutung. Ich bin der Auffassung, wenn wir Schritt für Schritt eine Verbesserung der Verkehrsanbindung der Region anstreben, werden wir dieses Ziel erreichen.

Der Ausbau der Infrastruktur ist ein Schwerpunkt des öffentlichen Engagements. Von 1990 bis Ende 1995 werden netto rund 630 Milliarden D-Mark aus öffentlichen Kassen in die neuen Länder geflossen sein. Dieses Geld ist gut angelegt, es ist eine Abschlagszahlung auf unsere gemeinsame Zukunft. Ich bin sicher, dass wir die Probleme der neuen Länder im wirtschaftlichen und sozialen Bereich lösen können, wenn wir nur wollen. Entscheidend für mich ist, dass wir auch menschlich stärker zueinander finden. Wir müssen erkennen, dass 40 Jahre der Trennung mit ganz unterschiedlichen Lebensumständen und politischen Bedingungen nicht spurlos an uns vorübergegangen sind. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es heute, in gemeinsamem Respekt und in Geduld weiter aufeinander zuzugehen.

Wir müssen jetzt die Weichen für unsere gemeinsame Zukunft stellen. Richtig ist: Die Konjunktur ist weiter aufwärts gerichtet, allerdings verläuft der Aufschwung durch Wechselkursverschiebungen und die wenig wachstumsorientierten Lohnabschlüsse des Frühjahrs gedämpft. Zugleich wird der internationale Wettbewerb um Investitionen und Arbeitsplätze immer stärker. Die deutsche Industrie ist dabei nicht schlechter geworden, aber andere Konkurrenten sind zahlreicher und besser geworden. Ich denke zum Beispiel an die Reformstaaten vor unserer Haustür, in Mittel- und Osteuropa.

Die aufstrebenden Länder in Asien sind für uns zu ernstzunehmenden Wettbewerbern geworden. Erst vor wenigen Wochen, bei meiner Reise nach China, Vietnam und Singapur, konnte ich mich mit eigenen Augen von der Dynamik der asiatisch-pazifischen Wachstumsregion überzeugen. Diese tiefgreifenden Veränderungen im internationalen Umfeld machen deutlich, dass wir nicht einfach so weitermachen können wie bisher. Wir haben keinen Grund, die Konkurrenz zu fürchten, wenn wir - bildlich gesprochen - etwas früher aufstehen und endlich umdenken. Umdenken heißt für mich, Zukunft zu sichern. Dies ist das Gebot der Stunde.

Wir müssen die Voraussetzungen für Investitionen, Wachstum und Arbeitsplätze in unserem Land verbessern. Zwischen 1983 und 1992 haben wir schon einmal mehr als drei Millionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Um diese Leistung zu wiederholen, ist jeder in Deutschland gefordert, sich zu beteiligen. Für die Beschäftigung tragen die Sozialpartner eine besondere Verantwortung. Ich sage dies, ohne mich in die Tarifautonomie einzumischen. Ich bin im Gegenteil dankbar, dass wir eine konstruktive Gesprächsbasis zwischen den Führern der Gewerkschaften, der Wirtschaft und der Politik gefunden haben. Was wir jetzt brauchen, sind vernünftige Gespräche und keine neuen Grabenkriege. Wir brauchen Brückenbauer für eine gute Zukunft unseres Landes.

Wichtig für den Abbau der Arbeitslosigkeit ist es, die Anreize zur Aufnahme von Erwerbsarbeit zu verstärken. Der deutsche Städtetag hat in einer Untersuchung festgestellt, dass ein knappes Drittel der befragten Sozialhilfeempfänger eine zumutbare Beschäftigung abgelehnt hat. Gleichzeitig erteilen Arbeitsämter jedes Jahr in circa 800.000 Fällen eine Arbeitserlaubnis an Ausländer, die nicht aus der EU kommen. Angeblich stehen für diese Stellen keine deutschen Arbeitskräfte zur Verfügung. Dieser Zustand kann nicht hingenommen werden. Die Sozialhilfe des Staats muss denjenigen zugute kommen, die in Not leben und Unterstützung brauchen. Wer zumutbare Arbeit ablehnt, muss mit der Kürzung der Sozialhilfe rechnen.

Ebenfalls wichtig für die Standortsicherung sind mehr Freiräume für private Initiative, Kreativität und Eigenverantwortung. Hier steht der Staat in besonderer Verantwortung. Wir wollen die Staatsquote wieder von heute gut 50 Prozent auf das Niveau vor der Wiedervereinigung, das heißt auf 46 Prozent, zurückzuführen. Zwischen 1983 und 1989 haben wir schon einmal bewiesen, dass wir dies können. Es ist für mich eine moralische Herausforderung, die Verschuldung für unsere nachfolgenden Generationen zu begrenzen. Dazu gehört, dass wir die Steuer- und Abgabenlast wieder senken. Herr Vizepräsident Repp, Sie haben das Jahressteuergesetz 1996 erwähnt, mit dem die Bürger um 19 Milliarden D-Mark entlastet werden. Nächster Schritt ist die Fortsetzung der Unternehmensteuerreform. Kernbestandteil ist die Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer. Dies ist - um es klar und deutlich zu sagen -kein Geschenk für Reiche, sondern der Weg zu mehr Arbeitsplätzen in Deutschland.

Die Deutsche Einheit und die europäische Einigung sind zwei Seiten derselben Medaille. Wir Deutschen würden vor der Geschichte versagen, wenn wir jetzt in unserem Einsatz für ein vereintes Europa nachließen. Die europäische Einigung ist nicht zuletzt eine Frage von Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert. Die furchtbaren Bilder aus dem früheren Jugoslawien sind eine eindringliche Warnung. Sie erinnern uns daran, dass es unumgänglich ist, das Haus Europa mit genügend Platz für alle europäischen Völker zu bauen, in dem auch - ich füge dies ausdrücklich hinzu - unsere amerikanischen Freunde ein Dauerwohnrecht haben.

Gelebt wird die europäische Einigung bereits heute in der deutsch-niederländischen und der deutsch-französischen Brigade, und zukünftig wird es für Deutsche und Franzosen möglich sein, einen Teil der Wehrpflicht in der jeweils anderen Armee zu erfüllen. Der Weg zu einem gemeinsamen Europa darf sich nicht nur auf der politischen Ebene vollziehen, sondern muss auch auf privaten Beziehungen beruhen. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation der Handwerkskammer Kassel mit dem polnischen Nachbarn, der Handwerkskammer in Posen. Wir brauchen an Oder und Neiße ein Verhältnis zu Polen, wie es am Rhein zu Frankreich schon lange üblich ist.

Fünf Jahre vor dem Ende dieses Jahrhunderts haben wir Deutschen allen Anlass zu realistischem Optimismus. Wir haben die besten Chancen für das 21. Jahrhundert, wenn wir uns den Herausforderungen stellen und sie gemeinsam angehen. In diesem Sinne rufe ich Ihnen, den jungen Meisterinnen und Meistern, zu: Ergreifen Sie Ihre Chancen! Genießen Sie diesen glücklichen Tag! Und gehen Sie dann mit Mut und Zuversicht an die vor Ihnen liegenden Aufgaben. Lassen Sie uns weltoffen der Zukunft begegnen. Ich wünsche Ihnen für Ihren persönlichen Lebensweg viel Glück, Erfolg und Gottes Segen!

Quelle: Bulletin des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung Nr. 2 (11. Januar 1996).